Verursacherzuordnung

Mit Isotopensignaturen lassen sich Kontaminationsereignisse unterscheiden.

Isotopensignaturen (D, 13C, 15N, 18O, 2H, 37Cl) können zur Ermittlung von sanierungspflichtigen Kontaminationsverursachern verwendet werden. Das Isotopenprofil von Schadstoffen ist häufig so spezifisch, dass damit eine Ortung der Kontaminationsquelle möglich ist. Zwei Quellen bzw. zwei Kontaminationsereignisse mit demselben Schadstoff können problemlos voneinander abgegrenzt werden, wenn sich die Isotopensignaturen der beiden Schadstoffchargen unterscheiden und keine Isotopenanreicherung durch Schadstoffabbau erfolgt ist. Dies ist häufig der Fall, wenn (historisch bedingt) unterschiedliche Herstellungsverfahren verwendet wurden (z. B. LCKWs) oder die geographische Herkunft verschieden ist.

Untersuchungsgebiet in BitterfeldBei komplexen Schadensfällen können Mischungsprozesse von isotopisch verschiedenen Quellen und eine Anreicherung von schweren Isotopen aufgrund von biologischem Abbau parallel stattfinden. Durch einen Vergleich der Isotopenmuster und der Konzentrationsmuster ist in der Regel eine Identifizierung von zusätzlichen Schadstoffquellen möglich. Eine Alterszuordnung der Schadstoffquellen auf Basis der Isotopensignaturen ist aufgrund der Parallelität von Abbau und Vermischung jedoch nur in Ausnahmefällen praktikabel.