Alter und Herkunft von Grundwasservorkommen

Grundwasser bildet sich aus Niederschlägen und Versickerung von Oberflächenwasser. Einmal im Untergrund verschwunden, gewährt es uns keinen Einblick in seine unterirdischen Fließwege. Es kann weite Strecken zurücklegen oder gleich wieder aus Brunnen und Quellen an die Oberfläche gelangen.

Grundwasser besitzt je nach Zeitpunkt und Art seiner Bildung charakteristische Isotopenverhältnisse, die uns Auskunft über das Alter und die Herkunft des Wassers geben.

Quellaustritt an einem bewaldeten HangSauerstoff-18 (18O) und Deuterium (2H) geben uns Hinweise über die Herkunft und die Bildungsbedingungen von Grundwässern.

Tritium (3H) und Krypton-85 (85Kr) geben Auskunft über das Alter relativ junger Wässer. Durch Interpretation beider Isotope kann eine vorhandene Mischung von alten und jungen Grundwässern gut aufgeschlüsselt werden.

Kohlenstoff-14 (14C) ist durch seine Halbwertszeit von 5730 Jahren gut für die Bestimmung von sehr alten Grundwässern geeignet.

 

Je länger das Wasser im Untergrund unterwegs ist, desto besser ist es gegen Verunreinigungen geschützt, denn Mikroorganismen haben Zeit, eventuelle Schadstoffe abzubauen.