Altlasten

Gefragt sind effiziente Sanierungskonzepte.

Ehemaliges Industriegelände und AbbaugebietInfolge unsachgemäßen Umgangs, durch Havarien oder Kriegsschäden gelangten in den vergangenen Jahrzehnten häufig gesundheitsgefährdende Stoffe in den Untergrund, wo sie sich als Schadstofffahnen ausbreiten. In Deutschland gibt es nach Angaben der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) etwa 314.000 altlastenverdächtige Flächen. Die Erkundung und Sanierung dieser Standorte erfordert immense finanzielle Mittel.

Zur kostengünstigen Sanierung von Altlasten wird deshalb immer häufiger die biologische Selbstreinigung eines Aquifers genutzt, denn die Überwachung und Stimulierung natürlicher Abbau- und Rückhalteprozesse ist die energieeffizienteste Sanierungslösung. Bei abiotischen Rückhalteprozessen wie Sorption, Verflüchtigung und Verdünnung bleibt die Schadstoffmenge im Grundwasser unverändert, dagegen führt der mikrobielle Schadstoffabbau zu einer nachhaltigen Verringerung des Gefahrenpotentials. Aus diesem Grund ist der Nachweis des biologischen Abbaus in Schadstofffahnen von besonderer Bedeutung für günstige Sanierungskonzepte.

Isotopenmethoden demonstrieren und quantifizieren den biologischen Schadstoffabbau, indem sie die Anreicherung schwerer Isotopen in schadstoffabbauenden Bakterien oder in der Schadstofffahne bestimmen. Auf diese Weise können häufig auch unterschiedliche Schadstoffquellen identifiziert werden, um sanierungspflichtige Verursacher zu ermitteln.